Erstellung eines kommunalen Starkregenmanagements
Vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, Fachzentrum Klimawandel und Anpassung wurden uns, das Gemeindegebiet betreffende, Fließpfadkarten übergeben. Die Informationen der Fließpfadkarten reichen zur genauen Gefährdungsabschätzung aber nicht aus. Zur Erstellung von Gefahren- und Risikokarten sind deshalb dynamische Modellierungen notwendig.
Beim Land Hessen, über die Wirtschaft- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank), haben wir einen Antrag auf Förderung der Maßnahme „Erstellung eines kommunalen Starkregenmanagements für die Gemeinde Fuldatal“ gestellt. Hierbei wurden von uns 99.543,50 € geschätzte Kosten angemeldet.
Mit Bescheid vom 25.04.2024 erhielten wir die Förderzusage in Höhe von 89.589,15 €, das entspricht einer Förderquote von 90%.
Der Gemeindevorstand hat daraufhin am 24.10.2024 die Vergabe der Leistungen zur Erstellung eines kommunalen Starkregenrisikomanagements für die Gemeinde Fuldatal an die HPC AG aus Fuldatal beschlossen. Die Maßnahme soll im Jahr 2026 abgeschlossen werden.
Es handelt es sich bei der Erstellung eines kommunalen Starkregenrisikomanagements um eine mehrstufige Bearbeitung. Auf Basis der Fließpfadkarten werden Teileinzugsgebiete zur dynamischen Modellierung abgegrenzt.
Hierzu werden die Fließwege im Gelände abgelaufen und ggf. Hindernisse aufgenommen und vermessen, die bei der Erstellung der Fließwegkarte nicht berücksichtigt wurden. Zusätzlich wurde eine Befragung in der Bevölkerung durchgeführt, um vor Ort auftretende Überschwemmungsereignisse mit zu berücksichtigen. Im Verlauf der Modellierung sind Verfeinerungen der Verrohrungs-Daten notwendig. Des Weiteren wird ein Prognoseszenario unter Berücksichtigung des Kanalnetzes erstellt.
Mit den Ergebnissen wird die Gefahrenanalyse durchgeführt.
Für die hier abgeleiteten Gefahrenpunkte können dann weitere Maßnahmen ergriffen werden. Das Ergebnis des Starkregenmanagements kann als Grundlage im Bereich Klimaanpassung, wie beispielsweise Entsiegelungen und Beschattungen von öffentlichen Plätzen, Dachbegrünungen, der Rückbau verrohrter Gewässer und die Rückhaltung von Niederschlagswasser von Dachflächen öffentlicher Gebäude und Anlagen, genutzt werden. Auch die Schaffung von innerörtlichen Wasserflächen oder Retentionsflächen sind mögliche Maßnahmen.
Die Risikokarten sollen, genau wie daraus resultierende Handlungsempfehlungen, für die Bürger über unseren Internetauftritt zugänglich gemacht werden.
Gefördert durch:

