Klimaanpassungskonzept

Im Rahmen der Erstellung des Klimaanpassungskonzept der Gemeinde Fuldatal finden vielfältige Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung statt. 

Damit soll sichergestellt werden, dass die lokalen Erfahrungen, Bedürfnisse und Ideen der Menschen vor Ort mit in den Prozess einfließen. Eine erfolgreiche Klimaanpassung kann nur gemeinsam gelingen - durch Transparenz, Dialog und das Wissen derjenigen, die unsere Gemeinde täglich erleben.

Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger trägt dazu bei, praxistaugliche Maßnahmen zu entwickeln, Akzeptanz zu schaffen und langfristig tragfähige Lösungen für die klimatischen Herausforderungen unserer Region zu gestalten. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen sich aktiv zu beteiligen.

  • Auftaktveranstaltung Klimaanpassungskonzept

    Mit einer Auftaktveranstaltung am 26. März 2026 im Rathaus, an der ca. 30 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen, hat die Gemeinde Fuldatal den Prozess zur Erstellung eines integrierten Klimaanpassungskonzepts offiziell gestartet. Das Klimaanpassungsmanagement ist in Fuldatal bereits seit Juni 2025 etabliert. Erarbeitet wird das Konzept durch den Klimaanpassungsmanager der Gemeinde gemeinsam mit dem Büro Burghardt und Partner sowie der Klima- und Energieeffizienz-Agentur (KEEA).

    Zu Beginn der Veranstaltung führte der Klimaanpassungsmanager Noah Stabernack in das Thema ein. Er erläuterte, dass es grundsätzlich zwei Strategien im Umgang mit dem Klimawandel gibt: den Klimaschutz und die Klimaanpassung. Während der Klimaschutz darauf abzielt, die Ursachen des Klimawandels durch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu bekämpfen, befasst sich die Klimaanpassung mit den teilweise nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels. Ziel ist es, potenzielle Gefahren und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu minimieren oder möglichst ganz zu vermeiden.

    Im Anschluss stellte René Burghardt vom Ingenieurbüro Burghardt und Partner die Bedeutung des ersten Schrittes der Konzepterstellung heraus. Da Klimaanpassung zahlreiche Themenbereiche umfasst, ist es entscheidend, zunächst zu identifizieren, welche Bereiche in Fuldatal besonders stark vom Klimawandel betroffen sind und daher prioritär behandelt werden sollten. Erste Ergebnisse wurden dazu bereits anhand von Klimakarten veranschaulicht. Die Folien der Präsentation werden in Kürze auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht.

    Im weiteren Verlauf der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmenden an drei Workshopstationen einbringen. Thematisch standen dabei Klimastress im Zusammenhang mit der menschlichen Gesundheit, Dürre und Starkregen inklusive Landwirtschaft sowie Natur, Umwelt und Biodiversität im Mittelpunkt. Die Bürgerinnen und Bürger benannten konkrete Problemlagen, gaben Hinweise und Anregungen, diskutierten gemeinsam und verorteten ihre Beiträge auf einer Karte von Fuldatal. Auch sogenannte Wohlfühlorte konnten eingetragen werden. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für den weiteren Erarbeitungsprozess.

  • Workshops (Frühling 2026)


    Workshop
    Betroffenheit
    Workshop
    Maßnahmen
    Klimastress im Kontext der menschlichen Gesundheit21.04. | 18 Uhr
    Fuldataler Rathaus
    Herbst 2026
    Dürre und Starkregen in der Landwirtschaft28.04. | 18 Uhr
    DGH Knickhagen
    Herbst 2026
    Natur, Umwelt und Biodiversität07.05. | 18 Uhr
    DGH Wilhelmshausen
    Herbst 2026

    Aufbauend auf den Ergebnissen der Auftaktveranstaltung wurden Workshops zu verschiedenen Themenbereichen durchgeführt. Ziel war es, die Auswirkungen des Klimawandels auf unterschiedliche Handlungsfelder zu identifizieren, räumlich einzuordnen und Maßnahmen zu entwickeln, um frühzeitig Vorsorgemaßnahmen ergreifen zu können. Insgesamt wurden in allen Workshops mehr als 100 Hinweise zu betroffenen Orten und möglichen Maßnahmen gesammelt. 

    Übersichtskarte Fuldatals mit den in den Workshops gesammelten Hinweisen zu betroffenen Orten und möglichen Maßnahmen.
    © Gemeinde Fuldatal

    Auf Basis der Ergebnisse aus den Analysen und Workshops werden nun Maßnahmen erarbeitet. Diese sollen im Maßnahmenworkshop am 25.11. weiter konkretisiert und priorisiert werden. Die Präsentationsfolien sowie die Ergebniskarten der einzelnen Workshops finden Sie unten im Downloadbereich.

  • Beteiligung über die Online-Karte

    Auch unabhängig von einer Teilnahme an den Veranstaltungen besteht die Möglichkeit, Hinweise über eine Online-Karte einzubringen. So sollen auch diejenigen beteiligt werden, die nicht an den Veranstaltungen teilnehmen können.

    Link zur Online-Karte: https://arcg.is/GX40D

  • Maßnahmenworkshop (Herbst 2026)

    Zur Konkretisierung der Maßnahmen für das Klimaanpassungskonzept findet am 25. November im Haus der Begegnung in Simmershausen ein Maßnahmenworkshop statt.

    Darüber hinaus werden im Rahmen der Veranstaltung die geplanten Maßnahmen der Dorfentwicklung für die Ortsteile Simmershausen, Ihringshausen und Rothwesten vorgestellt.

    Zu Beginn werden die geplanten Maßnahmen kurz vorgestellt. Anschließend können sich die Besucherinnen und Besucher bei einem Galerierundgang in ihrem eigenen Tempo über die einzelnen Maßnahmen informieren. An verschiedenen Stationen werden die Maßnahmensteckbriefe präsentiert, sodass alle Interessierten in Ruhe lesen und sich gezielt mit den Themen beschäftigen können, die sie besonders interessieren.

    Fachleute stehen vor Ort für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Gleichzeitig bietet der Workshop Raum für den Austausch mit Nachbarinnen und Nachbarn. Anmerkungen, eigene Ideen und persönliche Prioritäten sind ausdrücklich erwünscht. Die Besucherinnen und Besucher können so einbringen, welche Maßnahmen ihnen besonders wichtig sind und welche Aspekte bei der weiteren Planung berücksichtigt werden sollten.

    Ziel des Maßnahmenworkshops ist es, möglichst viele Ideen, Erfahrungen und Anregungen aus der Bürgerschaft sowie von Fachakteurinnen und Fachakteuren in die weitere Planung einzubeziehen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu informieren, ihre Perspektiven einzubringen und die zukünftige Entwicklung Fuldatal aktiv mitzugestalten.

    Auch im Nachgang zur Veranstaltung besteht die Möglichkeit, sich online zu den vorgestellten Maßnahmen zu äußern. Über einen Link (wird im Nachgang der Veranstaltung eingefügt) können die einzelne Maßnahmen kommentiert und bewertet werden. So können auch diejenigen ihre Anregungen und Einschätzungen einbringen, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen können.