Am 17.09.2026 fand in Fuldatal eine Informationsveranstaltung zum Thema Trinkwasser statt. Mit über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Veranstaltung gut besucht. Bürgermeister Tore Florin eröffnete den Abend und begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste.
Zu Beginn sprach Prof. Dr. Dr. Borchardt, ein bekannter Hydrologe und Wasserexperte des Helmholtz-Zentrums, wohnhaft in Simmershausen, über die Grundlagen des Wasserkreislaufs und stellte dar, wie es um Wasserdargebot und Wasserqualität in Deutschland bestellt ist. Besonders deutlich machte er dabei, welche Folgen der Klimawandel mit sich bringt: Längere Trockenperioden wechseln sich zunehmend mit häufigeren Überschwemmungen und Starkregenereignissen ab, die beide auf ihre Weise Druck auf die Wasserversorgung ausüben.
Anschließend berichtete Herr Martin Knopp, Leiter des Fachbereichs Tiefbau der Gemeindeverwaltung Fuldatal, über die Wasserversorgung vor Ort. Er beschrieb den Weg des Trinkwassers von der Gewinnung aus den vier gemeindeeigenen Tiefbrunnen über den Transport zu einem der zwei Wasserwerke, in denen es aufbereitet und gefiltert wird, bis zur Speicherung in einem der vier Hochbehälter und der anschließenden Weiterleitung ins Trinkwassernetz.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Ausgeschenkt wurde Fuldataler Trinkwasser aus Glasflaschen, gewonnen im Wasserwerk Kragenhofer Brücke, das zwei Drittel des gemeindlichen Wasserbedarfs deckt. Wer aufmerksam zugehört hatte, wusste danach auch: Mit 17,8 °dH gilt es als hartes Wasser, was auf einen höheren Calcium- und Magnesiumgehalt zurückzuführen ist. Das kann Haushaltsgeräte stärker verkalken lassen, liefert dem Körper aber auch wichtige Mineralien für Knochen und Muskeln. Das restliche Drittel stammt aus dem Wasserwerk Wilhelmshausen mit deutlich weicherem Wasser. Weitere Wasserwerte sind auf der Homepage der Gemeinde Fuldataler einsehbar.
Zum Abschluss eröffnete der Bürgermeister die Fragerunde mit einer eigenen Frage: Was kostet eigentlich unser Wasser aus dem Hahn? Die Antwort: 0,00454 € pro Liter, damit deutlich günstiger als Wasser aus dem Supermarkt und keineswegs von geringerer Qualität. Anschließend nutzten die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit für weitere Fragen, von technischen Details zur Wasseraufbereitung bis zu praktischen Fragen rund um den eigenen Wasserverbrauch.
Mit der Informationsveranstaltung ist die Kampagne "Unser Wasser. Unser Fuldatal. Unsere Zukunft." gestartet, die die Gemeinde Fuldatal künftig begleiten wird. Weitere Infoveranstaltungen, Mitmachaktionen und Workshops sind geplant, unter anderem zu den Themen Abwasser, Starkregen, Hochwasser und lebendige Gewässer.


