Foto von Knickhagen


Knickhagen, der kleinste Fuldataler Ortsteil, liegt etwa einen Kilometer abseits von der Fulda im Osterbachtal. Eindeutige Urkunden über die Entstehung des Dorfes sind nicht bekannt. Im Jahr 1458 wird Knickhagen als Gnyghagen erstmals urkundlich erwähnt. 

Die älteste Ansiedlung befindet sich auf dem im Jahr 1888 angelegten Friedhof, der Burg. 

Hier sind noch ein Wall und ein Vorwall erkenntlich. 

Im Jahr 1787 lebten hier „16 Männer, 17 Weiber, 26 Söhne, 39 Töchter und 2 Knechte“.  Unter diesen waren 7 Ackerleute und 10 Kätnerfamilien, die sich in mühevoller Arbeit durch Ackerbau, Waldarbeiten und Holzfahrten nach Kassel spärlich ernährten. Der Viehbestand betrug 9 Pferde, 11 Ochsen, 14 Kühe, 8 Rinder und 33 Schweine. 

3 Mühlen gehörten zum Ort, die Getreide aus Rothwesten, Winterbüren, Hohenkirchen und Simmershausen mahlten. 

Dort, wo sich heute die Untermühle befindet, entstand 1592 eine landesherrliche Eisenhütte. Sie wurde 1666 nach Veckerhagen verlegt. 

An der Mündung des Osterbaches in die Fulda befand sich von 1564 bis 1711 eine landesherrliche Spiegelglashütte. Heute ist keine Mühle mehr in Betrieb. 

215 Einwohner lebten 1970 im kleinsten Fuldataler Ortsteil. 

Weitere Informationen findet man in der Dorfchronik von Hobein, Klaus, Knickhagen - Ein Dorf mit Geschichte, Fuldatal 2008 

Hütteroth, Oskar, Die Reinhardswalddörfer Holzhausen, Knickhagen, Wilhelmshausen, Cassel 1911