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| Die Frage nach dem Klassenzimmer der Zukunft kann aus unserer Sicht nur aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler bearbeitet werden. Hierzu haben wir einen Lernweg ausprobiert, der es ermöglicht gemeinsam neue Lernwege zu gestalten. Im vierten Jahrgang unserer Grundschule haben wir versucht eine Möglichkeit zu finden, den Erfahrungsraum bzw. die Erfahrungswelt zu erweitern. Hierbei kamen wir auf die Idee, mit Hilfe einer Fantasiereise, die nicht allein nur bezogen auf die eigenen Vorstellungen, sondern gelenkt neue Impulse zur Erweiterung des Vorstellungsbereiches mit Schülerinnen und Schülern in einem außerschulischen Umfeld zu unternehmen. Es erschien uns wichtig, dass starre Strukturen und tradierte Denkschemata bewusst überwunden werden sollten, damit die Einbindung in das geplante Vorhaben zu einem ganzheitlichen Geschehen für alle Beteiligten werden sollte. Unsere Wahl des außerschulischen Ortes wurde eingebunden in die Schaffung eines neuen Lernbereiches, den wir als "Learning-space" bezeichnen. Die Auswahl dieses Begriffes ist eingebunden in den ersten Teil unseres Vorhabens, welches sich aus drei Teilen zusammensetzt. - 1 Teil: Wir reisen auf einen Planeten - 2. Teil: Wir gestalten unsere Lernräume - 3. Teil: Lernen auf unserem Planeten Im 1. Teil unseres Projektes begaben wir uns in Gedanken auf eine lange Reise zu einem entfernten Planeten. Hier sollten die Kinder dazu angeleitet werden, utopische oder auch außerirdische Erfahrungen/ Fantasien mit dem Lernen zu machen, um später evtl. außergewöhnliche Ideen mit "nach Hause", in die Schule nehmen zu können. Das Einnehmen dieser Außenperspektive sollte den Lernenden helfen, sich der eigenen bereits vorhandenen Lernmöglichkeiten bewusst zu werden und die Lust wecken, ihre derzeitige Lernwelt und -umwelt perspektivisch verändern, erweitern oder verbessern zu wollen. Wie wünschen sich die Kinder ihr Klassenzimmer der Zukunft? Gibt es in der Zukunft überhaupt noch ein Klassenzimmer? Was bedeutet Zukunft in den Köpfen der Kinder? Die räumliche Distanz - eine Klassenfahrt zu einem Landschulheim - förderte den "Blick von außen". Hier entstanden bei allen Teilnehmern Vorstellungen, wo, was und wie die Kinder auf dem entfernten Planeten lernen. Zur Umsetzung wurde ein von uns benanntes "Action-kit" zusammengestellt, welches die unterschiedlichsten Materialien zur kreativen Gestaltung der eigenen Ideen und Vorstellungen beinhaltet. Nun sollte die Brücke zur eigenen Lernumwelt geschlagen werden. Die Kinder waren motiviert, Wünsche zu äußern, wo, was und wie sie selbst lernen möchten. Jeder Wunsch und jede Idee sollte auf Metakärtchen festgehalten und an der Ausstellungswand veröffentlicht und somit ernst genommen werden. Konkret überlegten und diskutierten die Kinder, was sie zum Lernen brauchen und hielten diese Vorschläge auf Wolkenformen fest, die mit in die Schule genommen werden sollten. Teil 2 Vor Ort wurde das eigene Klassenzimmer der Zukunft geplant und Veränderungsvorschläge - nach Abstimmung - in die Tat umgesetzt. (Allerdings wurde auch vieles bereits vorhandene als positiv wertgeschätzt.) Die Kinder erkannten, dass eigene Wünsche bereits als Lernmaterial vorhanden sind oder durch ihren Einsatz verwirklicht wurden und machten sich diese optisch deutlich, indem sie die Wolken-Schilder an Ort und Stelle aufhingen. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse bzw. Wünsche hinsichtlich Lernformen und -möglichkeiten sollte nun das neue Projektthema bearbeitet und durchgeführt werden. ...D.h. jedes Material- bzw. Lernangebot ausgeschöpft werden. Es wurden folgende Lernelemente konzipiert: - Lernkarteien - Bücher - Internet - Lernprogramme - LehrerIn - Schreibwerkstatt - Malen-Basteln-Spielen - Action kit - Bewegung-Spiel-Tanz Teil 3 Die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler mit ihrer neuen Lernumgebung wurden durch eine E-Mail-Anfrage des Planeten Zukunft erfragt. Hierbei wurde allen bewusst, dass ihr Klassenzimmer der Zukunft sich nicht nur auf einen Raum beschränkte, sondern eine Vielfalt von Lernmöglichkeiten im direkten Umfeld bietet. |